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Inhalt
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Protokolle des Ministerrates der Ersten Republik

  1. Protokolle des Ministerrates der Ersten Republik, Abteilung IV
  2. Protokolle des Ministerrates der Ersten Republik, Abteilung V
  3. Protokolle des Ministerrates der Ersten Republik, Abteilung VI
  4. Protokolle des Ministerrates der Ersten Republik, Abteilung VIII
  5. Protokolle des Ministerrates der Ersten Republik, Abteilung IX

Protokolle des Ministerrates der Ersten Republik, Abteilung IV

Kabinett Dr. Rudolf Ramek, Band 1, MRP Nr. 351 vom 25. November 1924 bis MRP Nr. 376 vom 4. Mai 1925, (Bearbeiter: Manfred Wirtitsch), Wien 1991.

Kabinett Dr. Rudolf Ramek, Band 2, MRP Nr. 377 vom 15. Mai 1925 bis MRP Nr. 404 vom 1. November 1925, (Bearbeiter: Gertrude Enderle-Burcel, Charlotte Natmeßnig), Wien 1997.

Kabinett Dr. Rudolf Ramek, Band 3, MRP Nr. 405 vom 2. November 1925 bis MRP Nr. 435 vom 7. Mai 1926, (Bearbeiter: Elisabeth Gmoser, Alexandra Neubauer; Vorarbeiten: Walter Manoschek, Margit Reiter), Wien 2002.

Kabinett Dr. Rudolf Ramek, Band 4, MRP Nr. 436 vom 14. Mai 1926 bis MRP Nr. 465 vom 15. Oktober 1926, (Bearbeiter: Elisabeth Gmoser, Alexandra Neubauer-Czettl; Vorarbeiten: Margit Grisold, Margit Reiter), Wien 2005.

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Protokolle des Ministerrates der Ersten Republik, Abteilung V

Kabinett Dr. Ignaz Seipel, Band 1, MRP NR. 466 vom 21. Oktober 1926 bis MRP Nr. 505 vom 29. Juli 1927, (Bearbeiterin: Eszter Dorner-Brader), Wien 1983.

Kabinett Dr. Ignaz Seipel, Band 2, MRP Nr. 506 vom 4. August 1927 bis MRP Nr. 569 vom 4. Mai 1929, (Bearbeiterin: Eszter Dorner-Brader), Wien 1986.

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Protokolle des Ministerrates der Ersten Republik, Abteilung VI

Kabinett Ernst Streeruwitz/ Dr. Johannes Schober, Band 1, MRP Nr. 570 vom 7. Mai 1929 bis MRP Nr. 601 vom 29. November 1929, (Bearbeiterin: Eszter Dorner-Brader), Wien 1988.

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Protokolle des Ministerrates der Ersten Republik, Abteilung VIII

Kabinett Dr. Engelbert Dollfuß, Band 1, MRP Nr. 795 vom 20. Mai 1932 bis MRP Nr. 830 vom 18. Oktober 1932, (Bearbeiterin: Gertrude Enderle-Burcel), Wien 1980.

Kabinett Dr. Engelbert Dollfuß, Band 2, MRP Nr. 831 vom 26. Oktober 1932 bis MRP Nr. 860 vom 18./19./20. März 1933, (Bearbeiterin: Gertrude Enderle-Burcel), Wien 1982.

Kabinett Dr. Engelbert Dollfuß, Band 3, MRP Nr. 861 vom 22./23. März 1933 bis MRP Nr. 882 vom 14. Juni 1933, (Bearbeiterin: Gertrude Enderle-Burcel), Wien 1983.

Kabinett Dr. Engelbert Dollfuß, Band 4, MRP Nr. 883 vom 16. Juni 1933 bis MRP Nr. 904 vom 27. Oktober 1933, (Bearbeiterin: Eszter Dorner-Brader), Wien 1984.

Kabinett Dr. Engelbert Dollfuß, Band 5, MRP Nr. 905 vom 3. November 1933 bis MRP Nr. 923 vom 16./17. Februar 1934, (Bearbeiterin: Gertrude Enderle-Burcel), Wien 1984.

Kabinett Dr. Engelbert Dollfuß, Band 6, MRP Nr. 924 vom 23. Februar 1934 bis MRP Nr. 938 vom 14./16./17./18. April 1934, (Bearbeiterin: Gertrude Enderle-Burcel), Wien 1985.

Kabinett Dr. Engelbert Dollfuß, Band 7, MRP Nr. 939 vom 24. April 1934 bis MRP Nr. 958 vom 27. Juli 1934, (Bearbeiterin: Gertrude Enderle-Burcel), Wien 1986.

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Protokolle des Ministerrates der Ersten Republik, Abteilung IX

Kabinett Dr. Kurt Schuschnigg, Band 1, MRP Nr. 959 vom 30. Juli 1934 bis MRP 972 vom 26. Oktober 1934, (Bearbeiterin: Gertrude Enderle-Burcel), Wien 1988.

Kabinett Dr. Kurt Schuschnigg, Band 2, MRP Nr. 973 vom 30. Oktober 1934 bis MRP 997 vom 24. Mai 1935, (Bearbeiterin: Gertrude Enderle-Burcel), Wien 1993.

Kabinett Dr. Kurt Schuschnigg, Band 3, MRP Nr. 998 vom 31. Mai 1935 bis MRP 1015 vom 30. November 1935, (Bearbeiterin: Gertrude Enderle-Burcel), Wien 1995.

Kabinett Dr. Kurt Schuschnigg, Band 4, MRP Nr. 1016 vom 2. Dezember 1935 bis MRP 1024 vom 6. März 1936, (Bearbeiter: Gertrude Enderle-Burcel, Walter Mentzel), Wien 2000.

Kabinett Dr. Kurt Schuschnigg, Band 5, MRP Nr. 1025 vom 19. März 1936 bis MRP 1036 vom 24. Juli 1936, (Herausgegeben von: Gertrude Enderle-Burcel, Bearbeiter: Walter Mentzel), Wien 2001.

Kabinett Dr. Kurt Schuschnigg, Band 6, MRP Nr. 1037 vom 27. August 1936 bis MRP Nr. 1043 vom 4. November 1936, (Herausgegeben von: Gertrude Enderle-Burcel, Bearbeiterin: Christa Putz), Wien 2006.

Kabinett Dr. Kurt Schuschnigg, Band 7, 20. November 1936 bis 25. Mai 1937, herausgegeben von Gertrude Enderle-Burcel, bearbeitet von Gertrude Enderle-Burcel, Alexandra Neubauer-Czettl und Peter Wackerlig, Wien 2011 (= Veröffentlichung der Österreichischen Gesellschaft für historische Quellenstudien unter Mitwirkung des Österreichischen Staatsarchivs).

Die Ministerratsprotokolle stellen eine zentrale Quelle österreichischer Politik dar. Die Aktenedition leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur zeitgeschichtlichen Grundlagenforschung, wodurch die Aufarbeitung vieler historischer, politischer, soziologischer, wirtschaftsorientierter und kultureller Fragestellungen erleichtert wird.
Der siebente und vorletzte Band der Ministerratsprotokolle des Kabinetts Schuschnigg umfasst die Protokolle Nr. 1044 vom 20. November 1936 bis Nr. 1055 vom 25. Mai 1937. Die Gesamtedition liefert grundlegendes Aktenmaterial zu den letzten Jahren der Ersten Republik. Die darin dokumentierten Diskussionen zwischen den Regierungsmitgliedern weisen ein breites inhaltliches Spektrum auf. Interessengegensätze oder -übereinstimmungen zwischen den Mitgliedern der Regierung und der Diskussionsstand zu einzelnen Problemen können anhand der Protokolle nachverfolgt werden. Ab dem Juli-Abkommen 1936 und der daraus resultierenden Präsenz von national gesinnten Kabinettsmitgliedern ist eine gewisse Zurückhaltung der Ständestaateliten bemerkbar und es wird ersichtlich, dass die Entscheidungen oder Beratungen über viele wichtige Angelegenheiten auch in anderen Gremium stattfanden. Es wurde bei der Bearbeitung daher besonderes Augenmerk darauf gelegt, wo und wie der Informationsaustausch innerhalb der Regierung stattfand, wo wichtige Entscheidungen fielen, wo es noch zu wichtigen Beratungen kam. Auffallend dabei ist die häufige Einberufung von Ministerkomitees zu verschiedensten Themen (z. B. Aufstellung eines Arbeitsbeschaffungsprogrammes, Bundesgesetz über außerordentliche gewerberechtliche Maßnahmen, Ordnungsschutzgesetz, Vereinsgesetznovelle, Preisbildung, berufständischer Aufbau, Handelskammerngesetz), in denen nur ein Teil der Regierung zu Beratungen zusammenkam.
Besonders hervorzuheben ist der im Zuge der Recherchen aufgefundene und in der Fachwelt noch nicht berücksichtigte umfangreiche Bestand der Protokolle des Finanz- und Budgetausschusses des Bundestages der Jahre 1935 bis 1937 im Parlamentsarchiv Wien. In diesem Gremium zeigen sich parteipolitische Strömungen, föderalistische Interessen, Gewerkschaftsforderungen und Unternehmerintentionen beim Streit um die Verteilung von finanziellen Mitteln viel deutlicher als im Ministerrat. Zudem wird Kritik an der Regierungspolitik in einem bis dahin unbekannten Ausmaß sichtbar.
Für den erläuternden Anmerkungsapparat waren intensivere Recherchen als für die vorherigen Bände notwendig, um die schwierige Lage der Regierung zwischen nationaler Opposition und mangelnder Basis in den ehemaligen christlichsozialen Eliten zu verdeutlichen. So wurde eine Vielzahl von Archivbeständen flächendeckend durchgesehen. Fallweise wurden daraus historisch besonders relevante Dokumente zur Ergänzung der Edition der Ministerratsprotokolle ausgewählt.
Hervorzuheben ist weiters die Bedeutung der in Gabelsberger Schrift abgefassten Stenogramme, die die Grundlage für die Reinschrift der Ministerratssitzungen bildeten. Die häufig abweichenden Stenogramme bieten zusätzliche Informationen, teils in brisanten Fragen. Auch hier zeigen sich Unterschiede zwischen demokratischer und autoritärer Zeit. Der Inhalt der Stenogramme kann erst durch die Edition der Forschung zur Verfügung gestellt werden.
Außerdem leistet die Edition der Ministerratsprotokolle einen Beitrag zu der in Österreich wenig vorangetriebenen Elitenforschung.
Insgesamt zeigt die Edition der letzten Ministerratsprotokolle der Ersten Republik, wie die Handlungsspielräume Schuschniggs immer geringer wurden. Die Publikation der Ministerratsprotokolle dieses Zeitabschnittes liefert einen wesentlichen Beitrag zur Diskussion, ob dieser Zeitraum als Kanzlerdiktatur oder Regierungsdiktatur bezeichnet werden kann. Das Regierungshandeln zwischen Agieren und Reagieren wird deutlich gemacht.

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