Das Beispiel des Eisenbahnwesens in Österreich zeigt besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Bedeutung der engen Verflechtungen verschiedenster Industrien, wie der Bauwirtschaft, der Eisen- und Maschinenindustrie und des Kohlenbergbaus, die alle zusammen für die lang erwartete konjunkturelle Aufwärtsentwicklung des österreichischen Kaiserstaates wesentlich waren.
Nach dem bahnbrechenden Bau der Semmeringbahnstrecke (1848–1854) und der danach begonnenen Privatisierung des Eisenbahnbaues allgemein kam es zu einer Beschleunigung dieses Wirtschaftszweiges, wodurch zahlreiche Hauptstrecken teils in Angriff genommen, teils fertig gestellt wurden, wozu auch die Entwicklung leistungsfähiger Berglokomotiven durch österreichische Techniker viel beitrug.Die Südbahngesellschaft war eine der federführenden Institutionen, die zum verkehrstechnischen Ausbau der Habsburgermonarchie wesentlich beitrug und so ist es mehr als ein „Jubiläumsgedenken“, dass anlässlich der Ausstellungen an verschiedensten Orten auch eine die Materie wissenschaftlich abhandelnde Publikation erscheint.
Zweiundzwanzig Autoren bieten in dreiunddreißig Beiträgen einen umfassenden Überblick über Unternehmens- und rechtsgeschichtliche Aspekte, den Bau der Südbahn, Strecken im Betrieb und Einflussbereich der Südbahn-Gesellschaft, Krisen und Krieg und die Südbahn in Architektur und Kultur sowie eine Vielzahl von Biografien wichtiger Repräsentanten der Südbahn. In einem umfassenden Bildteil werden bis heute unveröffentlichte Litografien aus den Beständen des Österreichischen Staatsarchivs gezeigt. Dieser Band, in enger Zusammenarbeit zwischen dem Österreichischen Staatsarchiv und dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie entstanden, bildet die Fortsetzung einer Reihe, die mit der Festschrift zum „150 Jahr-Jubiläum der Semmeringbahn“ im Jahr 2004 begann.
Die Festschrift ist um 24 € erhältlich unterE-Mail: stabpost@oesta.gv.atTel.: +43-1-79540-115
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