Archivalische Streifzüge durch die Wiener Operngeschichte
Clemens Höslinger, ehemaliger Bibliothekar der Haus-, Hof- und Staatsarchiv-Bibliothek, außerdem Musikkritiker und Mitarbeiter zahlreicher Rundfunksender, beschäftigt sich seit längerem mit der systematischen Durchsicht der Opernakten, die sich in den Beständen des Österreichischen Staatsarchivs, Abteilung Haus-, Hof- und Staatsarchivs, befinden.
Diese umfangreiche Materialsammlung, setzt sich aus zwei großen Serien, „Oper“ und „General-Intendanz“, zusammen. Dazu kommen, neben einigen weiteren Quellen, auch noch die Bestände Oberstkämmereramt und Obersthofmeisteramt.
Der Beginn ist mit dem Jahr 1792 markiert, als Kaiser Franz am Beginn seiner Regierungszeit eine neue Organisation der Hoftheater ins Leben rief. Die ereignisreichen Vorgänge in der Wiener Opern- und Theaterwelt sowie die kulturellen und politischen Strömungen während des gesamten 19. Jahrhunderts spiegeln sich in den Dokumenten des Opernarchivs wieder. Die Durchsicht der Akten erfolgte ausnahmslos Stück für Stück. Gleichzeitig entstand eine Sammlung von Notizen, aus denen wiederum ausführliche Verzeichnisse erstellt wurden.
Clemens Höslinger hat für zahlreiche Vorträge und Publikationen oftmals Material aus den Opernakten des Österreichischen Staatsarchivs, Abteilung Haus-, Hof- und Staatsarchiv verwendet. Seine Arbeit wird demnächst mit dem Jahr 1907, dem Ende der Hofopern-Direktion Gustav Mahlers, abgeschlossen sein.
In seinem Vortrag erläutert Clemens Höslinger die Hintergründe seiner Forschung, wird in „Streifzügen“ historische Kapitel der Wiener Operngeschichte berühren und einige interessante Dokumente aus den Beständen der Opernakten zeigen.
Der Vortrag findet im Rahmen der Vortragsreihe „Aus der Werkstatt der Forschung“ am Dienstag, dem 18. März 2008 um 16:00 Uhr im Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Minoritenplatz 1, 1010 Wien statt.
Der Eintritt ist wie immer frei.
Anmeldungen erbeten unter43-01-79540-115 oderMail:stabpost@oesta.gv.at
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