Im Jahr 1869 nahmen das Kaiserreich Japan und die österreichisch-ungarische Monarchie diplomatische Beziehungen auf.
In Zusammenarbeit mit der Stadt Ono und der Universität Kobe veranstaltet das Österreichische Staatsarchiv eine gemeinsame Ausstellung über eine lange vergessene Gemeinsamkeit japanisch-österreichischer Geschichte: In der Stadt Ono befand sich während des Ersten Weltkrieges das Gefangenenlager Aonogahara, in dem vier Jahre und vier Monate lang ca. 500 österreichische bzw. deutsche Kriegsgefangene lebten. Die Österreicher waren ursprünglich auf dem Torpedorammkreuzer „Kaiserin Elisabeth“ stationiert, der immer wieder für diverse Missionsreisen in Ostasien eingesetzt war und durch Ausbruch des Krieges in Erfüllung der Bündnisverpflichtungen gegenüber dem Deutschen Reich bei der Verteidigung der Stadt Tsingtau tätig werden musste. Nach dem Sieg der Japaner und der mit ihnen verbündeten Engländer kamen die Unterlegenen in das Lager.
Die Geschichte dieses Lagers wurde nunmehr durch Univ.-Prof. Dr. Atsushi Otsuru von der Kobe-Universität aufgearbeitet, das Ergebnis soll jetzt mit Hilfe von Aktenstücken (aus den Abteilungen Haus-, Hof- und Staatsarchiv sowie Kriegsarchiv des Österreichischen Staatsarchivs), mit Fotos und Originalgegenständen als japanische Leihgaben interessierten Besucherinnen und Besuchern am Vorabend des 140 Jahrgedenkens der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Österreich(-Ungarn) und Japan nahegebracht werden.
OrtÖsterreichisches StaatsarchivNottendorfer Gasse 21030 WienU3-Station Erdberg
Zeit4. September 2008 - 29. Oktober 2008Montag – Donnerstag: 9:00-18:00 UhrFreitag: 9:00-13:00 Uhr
Eintritt frei
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