Von Schwarzenberg über Rechberg zu Auersperg
Vortrag in der Reihe „Aus der Werkstatt der Forschung“
am Dienstag, dem 16. September, um 16:00 Uhrim Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs,Minoritenplatz 1, 1010 Wien
Referenten:Dr. Stefan MalfèrDr. Thomas KletečkaDr. Anatol Schmied-Kowarzik
Zum Vortrag:Im ersten Teil werden die jüngst erschienenen Bände aus der Reihe „Die Protokolle des österreichischen Ministerrates 1818-1867“ vorgestellt.
1. Die Protokolle des österreichischen Ministerrates 1848-1867. II. Abteilung: Das Ministerium Schwarzenberg. Band 3, 1. Mai 1850 – 30. September 1850, bearbeitet und eingeleitet von Thomas Kletečka und Anatol Schmied-Kowarzik unter Mitarbeit von Andreas Gottsmann, Wien 2006, XLII und 361 Seiten, ISBN 3-209-05464-9.
Die großen Themen der Ministerratssitzungen in diesem Band sind die Fortsetzung der nachrevolutionären Reformpolitik im Inneren, die angespannte Lage im besiegten Ungarn und die deutsche Frage.
2. Die Protokolle des österreichischen Ministerrates 1848-1867. IV Abteilung: Das Ministerium Rechberg. Band 2, 6. März 1860 – 16. Oktober 1860, bearbeitet und eingeleitet von Stefan Malfèr, Wien 2007, LXIX und 525 Seiten, ISBN 978-3-209-05956-7. Im Mittelpunkt dieses Bandes stehen die Einberufung und die Tätigkeit des verstärkten Reichsrates, dieses Honoratiorenparlaments, dessen Majoritätsgutachten über das Budget für 1861 zur Grundlage für das Oktoberdiplom geworden ist. Die revolutionäre Stimmung in Ungarn führte zur Abberufung Erzherzog Albrechts. Die dramatischen Ereignisse in Italien, die zur staatlichen Einigung der Halbinsel und zum neuen Königreich Italien führten, sind die Begleitmusik.
Im zweiten Teil wird das neue, vom FWF im Dezember 2007 bewilligte Projekt „Die Protokolle des österreichischen (cisleithanischen) Ministerrates 1867-1918“ vorgestellt.
Die österreichisch/cisleithanischen Ministerratsprotokolle gehören zu den beim Justizpalastbrand schwerstens in Mitleidenschaft gezogenen sogenannten Brandakten. Erstes Ziel des Projekts ist die Edition der erhalten gebliebenen Akten. Manche Protokolle sind vollständig erhalten, andere sind mit größeren oder kleineren Lücken teilweise erhalten. Zweitens wird, ausgehend von den vollständig vorhandenen Listen der Sitzungen und Tagesordnungen, die Suche, Sammlung und Edition von Abschriften oder Teilabschriften aus anderen Archivbeständen unternommen. Das Projekt ist daher sowohl Edition als auch der Versuch der Rekonstruktion. In einem ersten Schritt ist die Bearbeitung der Jahre 1867-1871 geplant.
Anmeldung erbeten untere-mail: stabpost@oesta.gv.at oderTel.: 01-79540-115
Eintritt frei
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