Sie sind hier:  > Aktuelles  >  Meldungen  > Archivalien des Monats
Zum Inhalt [Alt]+[1].    Zur Subnavigation [Alt]+[2].    Zum Hauptmenü [Alt]+[3].    Zur Servicenavigation [Alt]+[4] (Suche, Inhaltsverzeichnis, Kontakt, Offenlegung).

Home | English
Zur Startseite des Österreichischen Staatsarchivs.

Hauptmenü

Zur Bereichsnavigation.
  • Standort: Aktuelles.
  • Aufgaben & Organisation.
  • Bestände.
  • Benutzung.
  • Publikationen.
  • Service.
  • Familienforschung.
  • Themen.

Subnavigation

Zum Inhalt.
1: Meldungen.

Standort: 1.1: Archivalien des Monats.

1.2: Veranstaltungen.

1.3: Neuerscheinungen.

1.4: Projekte.

1.5: Galerie.

1.6: Chronik.

2: Stellenangebote.

Inhalt
Zur Metanavigation.

30.07.2009
Archivale des Monats (Juli 2009)

170 Jahre Kaiser-Ferdinands-Nordbahn Wien-Brünn

Am Anfang der Nordbahn steht die geniale Vision von Franz Xaver Riepl, Professor am k. k. Polytechnischen Institut, der das Konzept für eine Bahnverbindung quer durch die Monarchie von Brody in Galizien über Wien bis an die Adria nach Triest bereits 1829 vorlegte.

Franz Xaver Riepl

Unter den damaligen Rahmenbedingungen war jedoch an eine Verwirklichung nicht zu denken. Die Ablehnung war, quer durch alle Bevölkerungsschichten, außerordentlich groß. Nicht zuletzt Kaiser Franz I. stand der Eisenbahn, deren Vorteile für Staat und Volkswirtschaft er nicht erkannte, ablehnend gegenüber. Auch wären die für die Durchführung eines so gewaltigen Projektes nötigen Geldmittel wohl kaum aufzubringen gewesen. So entschloss sich Riepl, seine Pläne auf die Errichtung einer Bahnlinie von Wien bis Bochnia zu beschränken.

Zur Zeit seiner Planung grenzte das Projekt zur Errichtung der Nordbahn an Utopie. Es waren außerordentliche Anstrengungen notwendig, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Neben Franz Xaver Riepl, dem genialen Planer, waren auch noch Salomon Mayer Rothschild, den man als Finanzier der KFNB bezeichnen kann, und Heinrich Sichrovsky, dem ersten Generalsekretär, Samuel Biedermann und Leopold Wertheimstein maßgeblich am Zustandekommen der Nordbahn beteiligt.

Mehrmals reisten Fachleute nach England um das dortige Eisenbahnwesen zu studieren. Besondere Aufmerksamkeit wurde der 1830 eröffneten Dampfeisenbahn von Liverpool nach Manchester geschenkt.

Als nach dem Tod Kaiser Franz I. dessen Sohn Ferdinand „der Gütige“den Thron bestieg, war die Zeit zur Verwirklichung der Nordbahn gekommen.
Am 4. März 1836 erhielt das Bankhaus Rothschild das ausschließliche Privileg zur Errichtung der Eisenbahn zwischen Wien und Bochnia samt Nebenbahnen auf die Dauer von 50 Jahren mit der Auflage, dass die Bahn einschließlich der Zweig- und Nebenlinien binnen 10 Jahren vollendet sein müsse.

Nordbahnhof

Baubeginn war im April 1837. Bereits im November dieses Jahres konnten auf der Strecke zwischen Floridsdorf und Deutsch Wagram Probefahrten durchgeführt werden. Die Eröffnung der Strecke Wien-Brünn erfolgte am 7. Juli 1839.

Die ersten Lokomotiven kamen in zerlegtem Zustand per Schiff von England nach Triest, um von dort mühsam mit Pferdefuhrwerken über den Semmering nach Wien gebracht zu werden.

Die Kaiser Ferdinands-Nordbahn galt, gestützt auf eine hervorragende Organisation des Unternehmens, als eine der bestverwalteten und rentabelsten Bahnen. Durch die Monopolstellung bei Kohlentransporten und den Einfluss auf den Kohlenpreis war die KFNB in der Bevölkerung nicht allzu beliebt. Allerdings zahlte die Nordbahn die besten Gehälter aller österreichischen Privatbahnen und hatte die niedrigsten Fahrpreise.

Die 1906 verstaatlichte Nordbahn spielte im Wirtschaftsleben der Monarchie eine bedeutende Rolle. Die durch sie erschlossenen Gebiete erfuhren durch ausgedehnte Industriegründungen einen erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung.

Anlässlich des Jubiläums präsentiert das Allgemeine Verwaltungs-, Finanz- und Hofkammerarchiv die fotografische Reproduktion einer Darstellung Franz Xaver Riepls, weiters eine Grafik aus dem Jahre 1881 „Dekorierung des Wiener Nordbahnhofes“, sowie ein undatiertes Leporello, welches den Weg der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn von Wien Richtung Brünn darstellt.

Zitate:
ÖSTA/AVAFHKA/Verkehr/Fotosammlung/FS 001/Riepl
ÖSTA/AVAFHKA/Verkehr/KFNB/Varia/Kaiser Ferdinands Nordbahnhof-Decorierung, 1881
ÖSTA/AVAFHKA/Verkehr/KFNB/Varia/Leporello

Susanne Kühberger

Zurück zur Übersicht

Zum Seitenanfang

Metanavigation

Suche |  Inhaltsverzeichnis |  Kontakt |  Impressum |  Drucken
Österreichisches Staatsarchiv, Nottendorfer Gasse 2, A-1030 Wien, Tel.: +43-1-79540-0, E-Mail: webmaster@oesta.gv.at
© 2006-2012 Österreichisches Staatsarchiv