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Steiermärkisches Landesarchiv

Karmeliterplatz 3
A-8010 Graz
Telefon: Information und Beratung: +43 316 877-3478
Direktion: +43 316 877-4028
Kanzlei und Verwaltung: +43 316 877-4031
Fax: +43 316 877-2954
E-Mail: landesarchiv@stmk.gv.at

Öffnungszeiten:

Lesesaal: Mo, Di und Do 9:00 – 15:00 Uhr, Mi 9:00 – 18:00 Uhr, Fr 9:00 – 12:00 Uhr
Beratung: Mo, Di und Do 9:00 – 12:00 Uhr, Mi 9:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr, Fr 9:00 – 12:00 Uhr

Reproduktionsmöglichkeiten:

Kopiergerät und Buchscanner sind vorhanden, fotografische Reproduktionen können gegen gesonderten Auftrag hergestellt werden.

Kosten:

Kosten für die Anfertigung von Reproduktionen. Zur Abgeltung eines Teiles des Verwaltungsaufwands ist eine Archivkarte zu erwerben.

Website:

www.landesarchiv.steiermark.at

Kontakt:

Mag. Dr. Gernot Peter Obersteiner, MAS

Bestandsübersicht:

Die Geschichte des Landesarchivs spiegelt sich in seiner Bestandsstruktur wider. Zu den Archiven des Landes zählen die Sammlungen, Spezialarchive, das Landschaftliche Archiv sowie der Bestand Landesregierung und Bezirkshauptmannschaften ab 1925. Die Sammlungen umfassen neben vielem anderen rund 58.000 Urkunden, 15.000 steirische Ortsbilder, über 90.000 Ansichtskarten steirischer Orte, etwa 2000 Handschriften und mehrere Plänesammlungen. In den Spezialarchiven finden sich an die 2000 Archive von Städten, Märkten, Gemeinden, Klöstern, Herrschaften und Familien sowie über 100 Nachlässe von Einzelpersonen. Das umfangreiche Landschaftliche Archiv enthält das Schriftgut der steirischen Landstände – darunter in der Gruppe „Militaria“ das Aktenmaterial über die Verwaltung der innerösterreichischen Militärgrenze in Kroatien und Slawonien - und der autonomen Landesverwaltung bis 1925. Beträchtliche Zuwächse verzeichnet das Archiv alljährlich durch die Übernahme von „jungen“ Akten der einzelnen Landesdienststellen und Bezirkshauptmannschaften, die bei Bedarf von diesen wieder angefordert werden.

Weit über die steirischen Landesgrenzen greifen einzelne Bestände der Staatlichen Archive aus, darunter jene der innerösterreichischen Zentralbehörden, die von 1564 bis ins 18. Jahrhundert hinein ihren Sitz in Graz hatten und auch für Kärnten, das ehemalige Herzogtum Krain sowie Görz, Gradisca und Triest zuständig waren. Von 1784 bis 1918 waren sie als landesfürstlich-staatliche Verwaltungsstellen auf das Gebiet des damaligen Herzogtums Steiermark beschränkt. Die Akten der Kreis- und Bezirksbehörden bis 1925 gehören ebenfalls hierher. Ausdruck des international bedeutenden steirischen Montanwesens sind die großen Archive der Innerberger Hauptgewerkschaft der Werksdirektion Eisenerz (VOEST Alpine) und des Halamtes Aussee*.
Einen großen Bestandszuwachs bildete zuletzt die Abgabe der Grundbücher aller steirischen Bezirksgerichte bis etwa 1985. Mit den nunmehr im Landesarchiv verwahrten älteren Grundbüchern (insgesamt rund 40.000 Bände), Urbaren und Katastern ist die Erforschung von Hausgeschichten über mindestens 250 Jahre zurück möglich. Den Akten der Landes-, Kreis- und Bezirksgerichte wandte sich die Forschung erst im letzten Jahrzehnt vermehrt zu.
Sie sind nicht nur für die Darstellung politischer Strafverfahren, sondern mit ihren Verlassenschaftsabhandlungen auch für die Personen- und Familiengeschichte wertvolle Quellen. Auch seitens der Gerichte kommt es laufend zur Ablieferung amtlich nicht mehr benötigter, doch historisch interessanter Aktenbestände.

Benützerordnung:

Die zur Vorlage gewünschten Archivalien können entweder persönlich oder telefonisch in der wissenschaftlichen Beratung oder auch per e-Mail oder Fax in der Archivkanzlei bestellt werden (siehe Adressenkasten). Solche Bestellungen müssen ein vollständiges und richtiges Zitat enthalten. Im Regelfall werden die Archivalien am der Bestellung folgenden Arbeitstag im Lesesaal vorgelegt.
Beim Betreten des Hauses werden vom Portier Archivkarte, Besucherkarte und (auf Wunsch) der Schlüssel für ein Garderobenkästchen (im 2. Stock) ausgefolgt. Die Mitnahme von Taschen und Überkleidung in die Lesesäle ist untersagt. Im Lesesaal selbst sind im Umgang mit Archivalien ausschließlich Bleistifte oder tragbare Computer zugelassen.
Hinsichtlich der aktuellen Kopier- und Reprobestimmungen sowie der Tarife wird auf das im Lesesaal aufliegende Merkblatt verwiesen. Selbständiges Fotografieren ist nicht gestattet.
Bücher aus der wissenschaftlichen Bibliothek des Hauses werden nur in Ausnahmefällen vorgelegt, sofern das gesuchte Werk in keiner anderen Grazer Bibliothek verfügbar ist. Eine Entlehnung ist nicht möglich.
Den Archivbesuchern steht im 1. Stock (Wartingersaal) eine Cafeteria mit Kaffee- und Getränkeautomaten zur Verfügung.