100 Jahre Badener Archivabkommen: Besuch aus Budapest
Wenige Tage vor dem 100-Jahr-Jubiläum des 1926 abgeschlossenen Archivabkommens zwischen Österreich und Ungarn besuchten am Rande des Auftaktbesuchs des neuen ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar drei Minister das Österreichische Staatsarchiv: Wirtschaftsminister István Kapitány, Verkehrsminister Dávid Vitézy sowie Umweltminister László Gajdos.
Generaldirektor Helmut Wohnout würdigte gegenüber den Regierungsmitgliedern die herausragende Bedeutung des sogenannten Badener Abkommens für die bilaterale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Archivwesens. Es regelt die Verwaltung und Erschließung der amtlichen Unterlagen der Monarchie aus den Jahren 1526 bis 1918 durch Österreich und Ungarn. Die Archivalien der gemeinsamen Behörden sind in Wien verblieben und werden dabei als gemeinsames kulturelles Erbe verstanden. Die Ungarische Archivdelegation in Wien bringt dies sichtbar zum Ausdruck.
Die Leiterin der Urkundensammlung im Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Kathrin Kininger, sowie die Leiterin der Ungarischen Archivdelegation, Krisztina Arany, zeigten den Ministern eine kleine Auswahl an Dokumenten mit Bezug zur Geschichte Ungarns, ehe der Direktor des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Thomas Just, die Gäste zum Abschluss des Besuchs durch die denkmalgeschützten Speicher am Minoritenplatz führte.