Ich suche Informationen zu gefallenen österreichisch-ungarischen Soldaten des 1. Weltkriegs

Eine Gesamtliste oder Gesamtkartei aller Kriegsverluste der Habsburgermonarchie existiert nicht.

Allerdings wurden schon während des Krieges Verlustlisten der k.u.k. bewaffneten Macht (OÖLB) in gedruckter Form veröffentlicht und auch eigene Nachrichten über Verwundete und Kranke ausgegeben.

Die Verlustlisten enthalten auch verwundete und kriegsgefangene Soldaten.

Angegeben werden Name, Vorname, Rang, Geburtsjahrgang, Heimatzuständigkeit, Truppenkörper, bei Kriegsgefangenen (wo bekannt) auch das Kriegsgefangenenlager.

Zu den ungarischen Kriegstoten besteht eine eigene Datenbank.

Die originalen Verlustmeldungen, die während des Krieges an das Kriegsministerium in Wien eingesandt wurden und die Grundlage für die gedruckten Verlustlisten bildeten, enthalten kaum zusätzliche Informationen und werden aus konservatorischen Gründen nicht mehr ausgegeben.

Weiters besteht eine phonetische Totenkartei des 1. Weltkriegs. DieKarteikarten weisen im optimalen Fall nach: Namen, Vornamen, Chargengrad, Truppenkörper, Geburtsjahr, Heimatort, Datum und Ort des Todes, Grablage.

Die Totenkartei enthält keinesfalls alle im 1. Weltkrieg gefallenen bzw. (an Verwundungen oder Krankheiten) verstorbenen k.u.k. Soldaten.

Die Totenkartei ist digitalisiert online zugänglich.

DieKriegsmatriken“ für Todesfälle in Militärspitälern in Wien und Niederösterreich sowie für Angehörige von Regimentern, die sich aus Wien, Niederösterreich oder dem Kommandobereich Pressburg/Bratislava/Pozsony (unter Einschluss des heutigen Burgenlands) ergänzten, sind zu einem erheblichen Teil bereits digitalisiert (Liste der digitalisierten Kriegsmatrikenbände).

Da kein Gesamtverzeichnis der Verstorbenen existiert, muss das Spital, in dem der Betroffene verstorben ist, bekannt sein.

Außerdem verwahrt das Kriegsarchiv zehn Bände Ehrenbücher“ der Gefallenen des 1. Weltkriegs („Heldenbücher“, bereits online zugänglich: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Oberösterreich), in die die Gefallenen nach Bundesland, Bezirk und Gemeinde gegliedert eingetragen wurden. Die oft unvollständigen Angaben umfassen idealerweise Name, Vorname, Rang, Truppenkörper, Geburtsjahr, Todestag und Todesort (Front).

Zu Tirol speziell zu erwähnen ist das Tiroler Ehrenbuch digital.