Ich suche Militärkirchenbucheinträge bzw. Militärkirchenbücher (Militärmatriken)
Das Kriegsarchiv verwahrt für den Zeitraum 1638-1920 die Kirchenbücher bzw. Personenstandsbücher (Militärmatriken) der kaiserlichen, k.k. und k.u.k. Regimenter, Korps, Branchen, Anstalten, Spitäler usw., die jeweils eigene Pfarrbezirke bildeten.
Die Kriegsmarine führte eigene Matriken, nicht jedoch die Landwehr. Ab 1869 hatten auch die nicht-katholischen Militärseelsorger Matriken anzulegen.
Die Militärmatriken dokumentieren Tauf-, Trauungs- und Sterbefälle von aktiv dienenden Militärpersonen und deren Angehörigen.
Die Militärmatriken sind online zugänglich.
Die Kriegsmatriken des 1. Weltkriegs 1914-1918, die nicht nur für die einzelnen Truppenkörper, sondern insbesondere auch für die Militärspitäler und die Kriegsgefangenenlager geführt werden mussten, stehen für die Militärspitäler in Wien und Niederösterreich sowie für die sich aus diesem Raum und dem Militärkommando Pressburg/Bratislava/Pozsony (unter Einschluss des heutigen Burgenlands) ergänzenden Regimenter großteils online zur Verfügung.
Es besteht keine zentrale Personenkartei. Regiment, Militärspital usw. müssen also für eine Nachschau in den Matriken bekannt sein.
Jene Militär- und Kriegsmatriken, die nicht online zur Verfügung stehen, unterliegen den Benützungsbeschränkungen des Personenstandsgesetzes und können nur im Lesesaal des Zentralarchivs eingesehen werden.
Dies gilt auch für die ebenfalls im Kriegsarchiv verwahrten Personenstandsbücher des 1. Österreichische Bundesheeres (1923-1938).
Militärmatriken finden sich außerdem im Ungarischen Kriegsarchiv (Feldsuperiorat Ofen bzw. Budapest ab 1762, Matriken einzelner Regimenter und Anstalten) sowie im Tschechischen und Slowakischen Kriegsarchiv.
Zivile Kirchenbücher stehen digitalisiert bei Matricula Online zur Verfügung.